Nachrichten zum Vorstand & Leitungskreis der Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland e. V.

Einer, der Menschen zusammenbrachte – zum Tod von Lothar Schmelz

Die Nagelkreuzgemeinschaft trauert um Lothar Schmelz. Am 18. Oktober 2026 ist unser langjähriger Schatzmeister und Vorstandskollege im Alter von 76 Jahren gestorben. Noch im vergangenen Jahr hatten wir ihn nach vierzehn Jahren aus dem Leitungskreis verabschiedet. Nun müssen wir endgültig Abschied nehmen von einem Menschen, der unsere Gemeinschaft mit großem Engagement, viel Herzblut und einer gehörigen Portion Humor geprägt hat. Viele von uns verlieren mit ihm einen geschätzten Weggefährten, manche auch einen persönlichen Freund.

Vierzehn Jahre lang gehörte Lothar dem Leitungskreis unserer Gemeinschaft an. Von 2015 bis 2025 war er Mitglied des Vorstandes und Schatzmeister. Er brachte in diese Aufgabe nicht nur seine große kaufmännische Erfahrung ein, sondern auch viel Zeit, Energie und einen ausgeprägten Sinn für das Machbare. Mit Sachkenntnis und Beharrlichkeit professionalisierte er die Finanzverwaltung unseres Vereins und sorgte dafür, dass wir uns auf solide Grundlagen verlassen konnten. In einer Gemeinschaft, in der mitunter leidenschaftlich über theologische und friedensethische Grundsatzfragen diskutiert wird, war sein nüchterner kaufmännischer Blick ein wohltuendes Gegengewicht. Lothar erinnerte uns daran, dass gute Ideen nicht nur Überzeugungskraft brauchen, sondern gelegentlich auch einen belastbaren Haushaltsplan.

Doch wer Lothar auf seine Tätigkeit als Schatzmeister reduzieren wollte, hätte ihn gründlich missverstanden. Oliver Schuegraf, Vorsitzender der deutschen Nagelkreuzgemeinschaft, erinnert sich: „Er hatte ein Herz für die Menschen. Er kannte viele unserer Mitglieder und die Menschen in den Nagelkreuzzentren persönlich, hielt Kontakt, fragte nach und hörte zu. Mit unermüdlichem Engagement kümmerte er sich um die Organisation unserer Mitgliederversammlungen. Dabei ging es ihm um weit mehr als um einen reibungslosen Ablauf. Ihm war wichtig, dass Menschen einander begegneten, miteinander ins Gespräch kamen und Beziehungen wachsen konnten. Lothar hat viel dazu beigetragen, dass unsere Nagelkreuzgemeinschaft nicht nur ein Dachverband von Einrichtungen ist, sondern ein lebendiges Netzwerk von Menschen, die sich kennen, einander vertrauen und gemeinsam für Versöhnung eintreten.“

Dabei war er auch ein Brückenbauer zwischen Ost und West. In Hessen geboren und beruflich lange im Westen zu Hause, fand er nach der Wiedervereinigung in Erfurt eine neue Heimat. Er kannte unterschiedliche Lebenswelten und wusste, dass Begegnung und Verständigung nicht von selbst gelingen. Mit seiner offenen Art, seiner Neugier auf andere Menschen und seinem Sinn für Humor konnte er Verbindungen schaffen, wo Unterschiede zunächst im Vordergrund standen. Er war ein Grenzgänger im besten Sinne des Wortes.

Wer mit Lothar zusammenarbeitete, lernte auch seine Beharrlichkeit kennen. Wenn ihm etwas wichtig war, blieb er dran. Er konnte nachfragen, nachhaken und, wenn es sein musste, auch einmal unbequem werden. Doch bei allem Ernst, mit dem er seine Aufgaben wahrnahm, verlor er seinen Humor nicht. Gerade diese Mischung aus Verbindlichkeit, Bodenständigkeit und Herzlichkeit machte ihn zu einem besonderen Kollegen und Weggefährten. Mit Lothar konnte man diskutieren, manchmal auch streiten – und anschließend wieder gemeinsam lachen.

Seine Verbindung zur Nagelkreuzgemeinschaft hatte ihren Ausgangspunkt im Evangelischen Augustinerkloster in Erfurt, dessen Kurator er von 2002 bis 2013 war. Nach vielen Jahren als Hoteldirektor hatte er dort die Leitung der traditionsreichen Tagungs- und Begegnungsstätte übernommen. Mit großem Einsatz begleitete er den Wiederaufbau und die Sanierung der historischen Klosteranlage. Besonders am Herzen lag ihm, das Augustinerkloster als Ort des Friedens und der Versöhnung zu stärken. Auf seine Initiative hin wurde es 2008 in die internationale Nagelkreuzgemeinschaft aufgenommen. Seither gehört das Versöhnungsgebet von Coventry fest zum Leben des Klosters. Auch nach seinem beruflichen Ruhestand blieb Lothar dem Augustinerkloster und seinen Menschen eng verbunden.

Leitungskreissitzung Hofgeismar 2022 mit Lothar Schmelz (rechts). Foto: Nagelkreuzgemeinschaft

Als Lothar im Februar 2025 seine Ämter in Vorstand und Leitungskreis niederlegte, dankten wir ihm für seinen außergewöhnlichen Einsatz. Er selbst blickte mit großer Wärme auf die gemeinsame Zeit zurück: „Es waren sehr schöne Jahre, in denen ich viele freundliche und interessante Menschen kennenlernen durfte – diese Zeit möchte ich nicht missen.“ Seinen Abschiedsgruß verband er mit dem Wunsch, unsere Gemeinschaft möge auch weiterhin weise Entscheidungen für Frieden und Versöhnung treffen, im Geist von Coventry.

Lieber Lothar, wir hätten gerne noch manche Mitgliederversammlung mit Dir erlebt, manches Gespräch geführt, mit Dir diskutiert und gelacht. Nun bleiben uns die Erinnerungen an die gemeinsame Zeit und die Dankbarkeit für alles, was Du in unserer Gemeinschaft bewegt hast. Vor allem aber werden wir Dich vermissen – als Menschen, der mit Überzeugung und Herzlichkeit für das eingetreten ist, woran wir glauben.

Wir lassen Dich gehen im Vertrauen auf Gottes Verheißung und in jener Hoffnung auf Frieden und Versöhnung, die uns schon zu Deinen Lebzeiten verbunden hat – und die über den Tod hinausreicht.

Unsere Gedanken sind bei Deiner Frau, Deinem Sohn und allen, die Dir nahestanden. Wir teilen ihre Trauer und wünschen ihnen Trost, Kraft und Menschen, die ihnen in diesen schweren Tagen zur Seite stehen.

Mach’s gut, lieber Lothar. Und danke für alles!

Vorstand und Leitungskreis der Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland e. V.

Ein Freund ist von Bord gegangen – zum Tod von Peter Voigt

Die Nagelkreuzgemeinschaft trauert um Peter Voigt. Am 23. Februar 2026 ist unser Gründungsmitglied und guter Freund nach längerer Krankheit im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen. Mit ihm verlieren wir einen engagierten Versöhner und eine Persönlichkeit, die unsere Gemeinschaft über Jahrzehnte geprägt hat. Viele von uns verlieren mit ihm zudem einen verlässlichen Weggefährten und persönlichen Freund.

Peters Verbindung zur Versöhnungsarbeit begann früh. Der Grund dafür liegt in einem Jahr, das für viele längst Geschichte ist und für ihn doch gegenwärtig blieb: 1959 reiste er mit der Kantorei der Hauptkirche St. Katharinen in Hamburg zu einer Konzertfahrt nach Großbritannien. Als erster deutscher Chor sangen die Hamburger damals vor dem Versöhnungsaltar in den Ruinen der zerstörten Kathedrale von Coventry. Auf dieser Reise begegneten die jungen Sänger nicht nur Offenheit, sondern auch Misstrauen und unverhüllter Distanz. Zur Begrüßung fielen Sätze wie: „Jetzt kommt ihr mit Stimmen vom Himmel und nicht mit Bomben vom Himmel.“ Solche Sätze vergisst man nicht. Die unmittelbare Begegnung mit den Wunden des Krieges – und zugleich mit dem Geist von Coventry – hat Peter tief berührt und nachhaltig geprägt.

Als am 3. Februar 1961 das Nagelkreuz aus Coventry an die Hauptkirche St. Katharinen übergeben wurde, war das ein historischer Tag: ein Zeichen der Vergebung zwischen ehemaligen Feinden fand seinen Ort in einer Kirche, die selbst die Zerstörung des Krieges erfahren hatte. Später übernahm Peter die Versöhnungsarbeit in seiner Heimatgemeinde und führte die Ideen der Nagelkreuzgemeinschaft dort mit großem Engagement weiter.

Seit der Gründung der Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland e. V. im Jahr 1992 gehörte er ganz selbstverständlich dem Leitungskreis an und half, den Verein durch seine ersten, nicht immer einfachen Jahre zu führen. In seinen Aufzeichnungen erinnerte er sich später mit leiser Ironie an die mitunter hitzigen Debatten jener Zeit und an die wechselnden Kassenführer.

Von 2004 bis 2015 übernahm er selbst das Amt des Schatzmeisters. Als Kaufmann, hauptberuflich in der Ölbranche tätig, kannte er sich mit Zahlen, Ordnung und Übersicht aus. Bemerkenswerter war vielleicht etwas anderes: Er machte aus den naturgemäß trockenen Beratungen zum Jahresetat keinen unerquicklich langen Pflichtteil. Mit hanseatischer Lakonie und sicherem Gespür für den Ton wurden diese Beratungen auf den Mitgliederversammlungen zu einem eigenen Ereignis. Viele erinnern sich daran bis heute mit einem Lächeln.

Neben seiner Tätigkeit im Vorstand lag Peter die Arbeit in Osteuropa besonders am Herzen. Durch zahlreiche Reisen zu den Zentren unserer osteuropäischen Partner unterstützte er in seiner ruhigen, pragmatischen Art tatkräftig den Aufbau unseres Netzwerks. Er tat dies ohne Pathos, aber mit Beharrlichkeit – und gerade darin lag seine Wirkung.

Als im Jahr 2024 schließlich auch die übrigen Hamburger Hauptkirchen ein Nagelkreuz erhielten, war das für Peter mehr als ein äußerer Erfolg. Es war eine Bestätigung – und wohl auch die Erfüllung dessen, woran er selbst ein Leben lang mitgearbeitet hatte: zu erleben, wie die Versöhnungsidee in seiner geliebten Heimatstadt weiterwuchs und Gestalt gewann.

Lieber Peter, Du hast einmal geschrieben, dass die Nagelkreuzgemeinschaft seit Jahrzehnten im Sinne der Versöhnung nach gewaltfreien Wegen der Konfliktlösung sucht. Du selbst hast diese Haltung ein Leben lang verkörpert. Nun hast Du Deine letzte große Reise angetreten. Wir blicken in tiefer Verbundenheit und großer Dankbarkeit auf die gemeinsame Zeit zurück. Wir wissen nicht, wie Du diesen Nachruf kommentiert hättest. In einem aber sind wir sicher: knapp, trocken, freundlich – und ohne jedes überflüssige Wort. Bestimmt hättest Du uns, trotz unserer Trauer, zum Schmunzeln gebracht. Wir werden Dein Andenken in Ehren halten. Tschüs, Peter!

Vorstand und Leitungskreis der Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland e. V.

Stabwechsel in Vorstand und Leitungskreis: Hoenen, Meinhardt und Menzel für Schmelz und Wolkenhauer

V. l. n. r.: Lothar Schmelz, Patrick Meinhardt, Karsten Wolkenhauer, Dr. Janning Hoenen (Zeichnung: OpenAI/ChatGPT)

Im Leitungskreis und im Vorstand der Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland e. V. hat es in den letzten Wochen einige personelle Veränderungen gegeben: Unser langjähriger Schatzmeister Lothar Schmelz hat seine Ämter niedergelegt, auch Karsten Wolkenhauer ist aus dem Leitungskreis ausgetreten. Neuer Schatzmeister ist Dr. Henning Menzel. In den Leitungskreis nachgerückt sind Dr. Janning Hoenen und Patrick Meinhardt. Gerne würdigen wir Lothars und Karstens Engagement für unseren Verein und stellen Ihnen „die Neuen“ vor.

Unser herzlicher Dank gilt zunächst unserem langjährigen Vorstandskollegen Lothar Schmelz, der zum 28. Februar 2025 sein Amt niedergelegt hat und aus dem Leitungskreis ausgeschieden ist. Seit 2011 gehörte Lothar dem Leitungskreis an, seit 2015 war er Mitglied des Vorstandes und unser Schatzmeister. Mit großem zeitlichen Engagement und enormer Expertise hat er die Verwaltung unserer Finanzen erheblich professionalisiert. Besonders geschätzt war seine offene und stets ansprechbare Art, mit der er weit über die eigentliche Mitgliederverwaltung hinaus eine persönliche Beziehung zu vielen Mitgliedern und Zentren unserer Gemeinschaft aufgebaut hat. Anerkennende Wort von Vorsitzendem Dr. Oliver Schuegraf: „Im Namen der ganzen Nagelkreuzgemeinschaft danke ich Lothar von ganzem Herzen. Persönlich bin ich dankbar für die intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit der letzten Jahre. Es war immer gut, Lothar an der Seite zu wissen.“ Lothar selbst verabschiedete sich mit herzlichen Worten: „Es waren sehr schöne Jahre, in denen ich viele freundliche und interessante Menschen kennenlernen durfte – diese Zeit möchte ich nicht missen. Allen Mitgliedern wünsche ich weiterhin weise Entscheidungen im Sinne von Frieden und Versöhnung, im Geist von Coventry.“

Auch Karsten Wolkenhauer verlässt den Leitungskreis, nachdem er zum Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Anhalt gewählt wurde. Er gehörte dem Leitungskreis seit mehreren Jahren an und engagierte sich besonders in den Bereichen Versöhnung, Erinnerungskultur und Öffentliche Theologie. Wir danken Karsten für seinen Einsatz und wünschen ihm Gottes Segen für das neue Amt.

Zum neuen Schatzmeister und Vorstandsmitglied wurde vom Leitungskreis Dr. Henning Menzel gewählt. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm. Auch ihm wünschen wir für seine verantwortungsvolle Aufgabe gutes Gelingen und Gottes Segen.

Neu in den Leitungskreis nachgerückt sind Dr. Janning Hoenen und Patrick Meinhardt. Janning ist Studierendenpfarrer an der Augustana-Hochschule in Neuendettelsau, der theologischen Hochschule der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Er war zuvor Gemeindepfarrer in Hof/Saale und Fürth sowie Studienleiter am Collegium Oecumenicum München. Internationaler Austausch und die Auseinandersetzung mit Vielfalt prägen sein Engagement, das er besonders jungen Menschen vermittelt. Janning ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

Patrick Meinhardt ist Vorsitzender des Gemeindekirchenrates und Lektor der Evangelischen Gemeinde am Gesundbrunnen in Berlin, einer der größten Gemeinden der Stadt. Beruflich war er Bundestagsabgeordneter der FDP und Politikchef eines großen Mittelstandsverbandes. Heute leitet er den Taxi- und Mietwagenverband Deutschland und betreibt eine Politik- und Strategieberatungsagentur. Außerdem engagiert er sich ehrenamtlich in verschiedenen nationalen und internationalen Verbänden. Sein Lebensmotto stammt von Frère Roger aus Taizé: „Liebe und zeige es durch dein Leben!“ Er wird künftig gemeinsam mit Felicitas Weileder Ansprechpartner für die Region Berlin sein.

Auch Janning und Patrick wünsche wir viel Freude, Tatkraft und Gottes Segen für ihr Engagement in unserer Nagelkreuzgemeinschaft.

Autor: Niels Faßbender

Mitglieder-versammlung in Loccum, 20.-22. September 2019

Vom 20.-22. September 2019 hat sich die Mitgliederversammlung der deutschen Nagelkreuzgemeinschaft in Loccum getroffen. Das Treffen wurde zum einen durch die Wahlen zum Leitungs­kreis und Vorstand bestimmt. Zum anderen wurde wie üblich ein thematischer Schwerpunkt gesetzt: Am Samstagnachmittag beschäftigte sich die Mitgliederversammlung mit dem Thema „Erin­nerungskultur“.

Das folgende Video bietet einige Eindrücke aus Loccum.

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Zweijahrestreffen der deutschen Nagelkreuzgemeinschaft

Bestätigend, anregend und ermutigend

Die Mitgliederversammlung der Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland hat am Wochenende vom 29. September bis 1. Oktober in Wuppertal getagt. Der Vorsitzende, Oberkirchenrat Dr. Oliver Schuegraf, konnte rund 65 Menschen begrüßen. Zusammen mit der Canon Dr. Dr. Sarah Hills aus Coventry tauschte sich die Versammlung drei Tage lang aus und stärkte sich gegenseitig für ihre selbstgewählten Aufgaben als Versöhnende.

Niels Fassbender, Siegen, hatte aus gesundheitlichen Gründen sein Amt im Vorstand niedergelegt, bleibt aber im Leitungskreis weiterhin mit verantwortlich für die ökumenische Gemeinschaft. Als neues Vorstandsmitglied hat die Versammlung nun Pfarrerin Cornelia Kulawik, Berlin, bestätigt, die diese Wahl annahm.

Seit der vorigen Mitgliederversammlung 2015 in Pforzheim sind die Ev. Antoniterkirche Köln, die Ev.-Luth. Augustana-Hochschule Neuendettelsau und die Ev.-Luth. Diakonissenanstalt Neuendettelsau in die Gemeinschaft aufgenommen worden. Sie alle stellten sich ausführlich vor.

In der nächsten Zeit werden auch die Anhaltinische Diakonissenanstalt Dessau und die Ev.-Luth. Innenstadtgemeinde in Rostock ein Nagelkreuz erhalten, daher haben sich auch Vertreter dieser Gemeinschaften vorgestellt.

Gäste kamen aus Plauen im Vogtland, Wismar und Dresden, aber auch aus Coventry/Großbritannien und Guntramsdorf/Österreich.

Die Nagelkreuzgemeinschaft ist ein ökumenisches, internationales Netzwerk von Gemeinden, Einrichtungen und Einzelpersonen, die sich von der Geschichte von Coventry/England inspiriert wissen und regelmäßig das Versöhnungsgebet mit dem siebenfachen ‚Vater vergib’ beten.

Im kommenden Jahr wird die Kathedrale von Coventry ein Versöhnungsnetzwerk von nichtchristlichen Organisationen eröffnen, mit einem eigens zu kreierenden Symbol.

Rund ein Dutzend der deutschen Nagelkreuzzentren sind schon seit Jahren in dieser Arbeit des Interreligiösen Dialogs und begrüßen den Schritt der Kathedrale sehr.

Ein weiterer Schwerpunkt wird im kommenden Jahr ein Ökumenischer Tauferinnerungsgottesdienst auf dem Katholikentag in Münster sein.

Junge Menschen sind besonders eingeladen, bei der Peace Academy (Dresden, 18. bis 21 Mai 2018) über Frieden und Versöhnung nachzudenken, sowie bei der Internationalen Jugendkonferenz vom 29. Juli bis 3. August in Coventry.

Weltweit versammelt sich dann die Nagelkreuzgemeinschaft dann vom 26. bis 30. September 2018 in Coventry, anlässlich von 100 Jahren Bestehen der neuen Diözese Coventry.

Mitgliederversammlung 2015

Vom 16. bis zum 18. Oktober 2015 hat die Mitgliederversammlung der Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland e. V. im Tagungszentrum Hohenwart in Pforzheim stattgefunden. Über 70 Teilnehmer waren in die Heimat von gleich zwei Nagelkreuzzentren gekommen, um Neuigkeiten aus dem Verein, aus Coventry und den Zentren zu hören, sich untereinander auszutauschen und einen neuen Leitungskreis und einen neuen Vorstand zu wählen.

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Die neue Webseite ist da.

Liebe Leserin, lieber Leser, herzlich willkommen auf der neuen Internet-Seite der Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland e. V.! Mit unserem neu gestalteten Web-Auftritt wollen wir Sie zukünftig noch besser über unsere Gemeinschaft […]

Drei Orte auf dem Weg zum Nagelkreuz

Auf der Vorstandssitzung unserer Gemeinschaft am 14. und 15. März lagen drei Bewerbungen um das Nagelkreuz vor, die der Vorstand alle drei begrüßt und der Kathedrale empfohlen hat: Die katholische St. Barabaragemeinde (Filialgemeinde von St. Benno) in München, die Stiftung Klosterkirche Petersberg bei Halle/Saale und in Sievershausen bei Hannover gemeinschaftlich an die St. Martinsgemeinde und die Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit Sievershausen e.V..

Neuer Vorsitz der deutschen Nagelkreuzgemeinschaft gewählt

„Führt einen harten Kampf der Liebe um der Armen willen.“

Mit diesen Worten hat Paul Oestreicher dem neuen Vorsitzenden der deutschen Nagelkreuzgemeinschaft die Aufgabe der nächsten Jahre ans Herz gelegt – die Versöhnungsarbeit in Deutschland zu gestalten. Der ehemalige Domkapitular und Leiter der Versöhnungsarbeit der Kathedrale von Coventry predigte am 15. Oktober 2011 in der Erfurter Augustinerkirche. Der Abendmahlsgottesdienst an der Wirkungsstätte Martin Luthers war der geistliche Abschluss der Mitgliederversammlung der Nagelkreuzgemeinschaft Deutschland e.V. Über 80 Mitglieder und einige Gäste hatten zwei Tage lang in Erfurt im aktuellen Austausch die künftigen Entwicklungen der ökumenischen Versöhnungsarbeit in Deutschland und in Europa diskutiert. Für den Leitungskreis haben sich erstmals sehr viele Personen zur Kandidatur bereit erklärt. Aus dem gesamten Bundesgebiet wurden 12 Leitungskreismitglieder gewählt. Als neuer Vorsitzender der derzeit 55 deutschen Zentren wurde OKR Dr. Oliver Schuegraf, Hannover, von der Mitgliederversammlung bestätigt. Der bisherige Vorsitzende Pfarrer i.R. Hartmut Ebmeier wurde als Vorsitzender im Gottesdienst in der Augustinerkirche von OKR Dr. Schuegraf verabschiedet. Pfr. Ebmeier wird nach zwölf Jahren des Vorsitzes innerhalb des Leitungskreises noch für Aufgaben der Gemeinschaft zur Verfügung stehen. Dem neuen Vorsitzenden gratulierten im Anschluss des Gottesdienstes u. a. Emma Griffith, Mitarbeiterin der Kathedrale Coventry, und Dean Mark Pendleton, Vorsitzender der nordamerikanischen Nagelkreuzarbeit.