Eine vertraute Stimme aus Würzburg: Johanna Falks lyrischer Impuls zum Katholikentag

Vom 13. bis 17. Mai 2026 fand in Würzburg der 104. Deutsche Katholikentag unter dem Leitwort „Hab Mut, steht auf!” statt. Die Würzburger Nagelkreuzinitiative war vor Ort aktiv und hat bleibende Eindrücke hinterlassen – auch in literarischer Form. Johanna Falk, die der Würzburger Nagelkreuzinitiative über viele Jahre hinweg als engagierte Sprecherin des Leitungskreises ein vertrautes Gesicht gegeben hat, hat ihre ganz persönlichen und tiefgründigen Gedanken zum biblischen Motto des Katholikentags (Mk 10,49) in eindringliche Verse gefasst. Angesichts der aktuellen Krisen und Konflikte unserer Zeit stellt ihr Gedicht schmerzhafte, aber notwendige Fragen – und mündet in einem leidenschaftlichen Appell, das Herz aufzurüsten, statt Waffen zu bauen. Wir freuen uns sehr, diese Zeilen hier teilen zu dürfen.

Kampfdrohnen sind die neuen Kanonen.
Sie zerstören alles ohne Personen.
Sie verbreiten den schönen Schein:
Niemand trägt Schuld, die Drohnen allein.
Und wo bleibt der Mensch, der dahinter steht?
Ist nicht er es, der das Unglück sät?
(Drohnen sind keine anonymen Kanonen.)
Was ist aus dem „NIE WIEDER!“ geworden?
Hat es eine neue Maske, das Morden?
Millionen Euro werden ganz ungeniert
in den Bau von Waffen investiert.
Die Investitionen hab ich mir anders vorgestellt:
In die Zukunft einer verbundenen Welt.
Nach allem Leid, das die Menschheit gesehn,
müssten wir nicht neue Wege gehn?
Wo ist die Macht? – Bei den Despoten auf Erden?
Was soll aus den Kindern von heute werden,
aus Bildung, aus Frieden, den alle ersehnen?
Dürfen wir uns an Menschenverachtung gewöhnen?
Da kommt das Motto zur rechten Zeit:
„HAB MUT, STEH AUF“ und sei bereit,
das Herz aufzurüsten, den Verstand nicht zu schonen
für die, die unsere Erde bewohnen.
Ohne Krieg, ohne Hass und ohne Leid (Drohnen).

Leitungskreis Nagelkreuzgemeinschaft

Johanna Falk. Foto: privat

Autorin: Johanna Falk, Würzburg

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